Mittwoch, 18. April 2007

Arschficken V - Risiken & Nebenwirkungen

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Das bei jedem Arschfick die Gefahr besteht, sich mit ansteckenden Geschlechtskrankheiten zu infizieren, die zum Teil tödlich sein können, brauche ich hoffentlich nicht zu erwähen! Gummi ist deshalb das A&O!

Schutzmassnahmen
Für jeglichen Analkontakt sollte ein entsprechender Schutz benutzt werden. Für Analverkehr gibt es spezielle, dickere und reißfestere Analkondome wie zum Beispiel "HT spezial" von Blausiegel. Normale, dünne Kondome können durch die stärkere Belastung eher reißen. Allergiker benutzen latexfreie Kondome. Zum Fisten und allen Fingerspielen Handschuhe benutzen, die möglichst keine Falten schlagen sollten.
Beim Rimming (lecken am Anus) schützt man sich am besten mit dental dams (Dentalbarrieren). Das sind dünne Latexlappen. Man bekommt sie bei der lokalen AIDS-Hilfe oder (hauptsächlich) lesbischen Organisationen, teilweise auch in gut sortierten Sexshops.

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Risiken
Das Märchen, das häufiger Analverkehr automatisch zu Inkontinenz führt taucht zwar mit schöner Regelmäßigkeit in Artikeln zum Thema auf, sollte aber nicht zu ernst genommen werden. Solange es während der Penetration nicht sehr deutlich weh tut und solange keine Drogen im Spiel sind, die die Einschätzung der körperlichen Wahrnehmung beeinträchtigen wird der Schließmuskel nicht soweit gedehnt, dass er ausleiern würde. Erst bei Spitzenleistungen wie beidhändigem Fisten steht eine dauerhafte Inkontinenz zu befürchten. Ein zu forsches Vorgehen oder Missachtung von Warnsignalen wie Schmerzen können Verletzungen an Schließmuskel und Darmwand verursachen.
Größere Verletzungen wie auch Überdehnung können dauerhafte Probleme zur Folge haben. Ein überdehnter oder gerissener Schließmuskel schließt womöglich nie mehr richtig (Inkontinenz) und ein Krankenhausaufenthalt und jahrelanger Windelzwang ist das Ergebnis. Ein gerissener Darm ist sogar ein Notfall. Aus diesem Grund sind scharfe Kanten an Dildos oder anderen anal eingeführten Gegenständen (Fingernägel!) eine sehr schlechte Idee, ebenso wie "zu schnell, zu viel, zu groß".

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Größere Risse im Darm sind möglicherweise unmittelbar lebensbedrohend, denn sie erzeugen möglicherweise starke innere Blutungen und gelangt Kot und mit ihm Keime aus dem Darm in den Bauchraum, wo diese schwere Infektionen auslösen können. Während ein Darmriss sehr selten ist, kommt es bei zu grober Behandlung eher zu einem Riss der Dammschleimhaut. Das schmerzt so heftig, dass man vor Schmerzen nicht zur Toilette kann und muss ärztlich behandelt werden. Die Behandlung besteht aus zwei Salben: eine zum Heilen und eine andere, die sich wie ein Film über den Dammschleimhautriss legt, so dass man wieder ohne viel Schmerzen Stuhlgang haben kann. Diese zweite wird mittels Pipette in den Anus eingeführt. Nach 5-8 Tagen ist dann alles wieder o.k.

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Außer Verletzungen sind Infektionen das größte Problem, das man sich einhandeln kann. Dabei können sowohl Keime in den Darm hinein, wie auch durch Ausscheidungen hinaus getragen werden. Je nach dem ist der Aktive oder Passive der gefährdete. Die schnelle Verbreitung von HIV in der schwulen Subkultur der 80er war überwiegend durch ungeschützten Analverkehr ausgelöst - im Sperma sind erhebliche Virenmengen nachweisbar, die durch winzige, nicht wahrnehmbare Verletzungen der Schleimhaut eine Infektion verursachen. Ein sorgfältiger Umgang mit Barrieren wie Kondomen ist daher auch heute noch unter Umständen lebensrettend.

Wenn Kondome verwendet werden, dann stellen kleinere Schleimhautabschürfungen kein Infektionsrisiko zwischen den Partnern da, da das Kondom eine Barriere gegen alle Arten von Keimen darstellt.

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Probleme und unangenehme Erfahrungen
Bei Schmerzen kommt es auf den Typ an.
  • Ziehende Schmerzen deuten auf eine Überdehnung, also muß eine Stufe, ein Finger o.ä. zurückgenommen werden.
  • Schneidende Schmerzen können auf eine Verletzung hindeuten, es sollte auf Blutungen geprüft werden.
  • Brennende Schmerzen signalisieren schlechtes oder zu sparsam aufgetragenes Gleitmittel oder das Ende der Session weil die natürliche Belastung erreicht ist. Bei zu wenig Gleitmittel spürt man, wie der Anus wund gescheuert wird. Wenn das passiert sollte man tunlichst die Heilung abwarten, also so lange keine weiteren Versuche starten, bis keine Reizung mehr vorhanden ist. Beim nächsten Mal entsprechend mehr Gleitmittel nehmen.
  • Brennende Schmerzen können auch eine Latexallergie andeuten! Wenn sich trotz reichlichem Gleitmitteleinsatz immer wieder nach 10 - 30s ein starkes Brennen bemerkbar macht, dann sollte unbedingt mal ein Versuch mit latexfreien Kondomen gestartet werden.
  • Wenn es im Spiel weh getan hat hören die Schmerzen meist nicht sofort danach auf. Bei brennenden Schmerzen, die noch anhalten handelt es sich meist um gereizte (Schleim)haut, die mit etwas Heilsalbe wieder zu beruhigen ist. Wer keine Panthenol-Allergie hat nimmt Bepanthen, Alternativen sind Melkfett oder andere Fettsalben.
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