Bruderliebe

Was haben sie, was wir nicht haben? Ist es der gestählte Körper? Die strahlenden Augen? Der knackige Arsch? Die zarte Haut? – Genau all das ist es. Jedoch in zweifach identischer Ausführung. Es hat fast etwas, das über die ästhetische Anmut der jungen, in Positur gebrachten Brüder geht und einzigartig wird, sobald sie Zwillinge sind. Posierend elegant scheint ihre Schönheit und sie wird zu etwas, das Phantasie entsprechend ist.

Es bleibt wohl eine der beliebtesten Phantasien eines Schwulen: Brüder … Twins. Warum aber begehren wir Zwillinge so sehr? Ist es, dass wir Sex mit ihnen haben, oder, wie einige Psychoanalytiker meinen, wir einer von ihnen sein wollen? Ein eineiiger Zwilling ist vielleicht manchmal ein irregeführter bester Geliebter für uns selbst. Immerhin sind sie uns gleich, haben dieselben Likes/Dislikes und haben dieselbe psychologische Verfassung.

Dennoch mag das für einen echten Zwilling abartig wirken. Für viele ist es ein großes Nono – unmissverständlicher Weise. Immerhin ist Inzest nicht nur ein Tabuthema, sondern auch strikt verboten – nicht nur in der westlichen Welt.

Jemand, der selbst ein Zwilling ist, liebt seinen Bruder. Aber der Gedanke an Sex kommt ihnen nicht in den Sinn. Jeder sexuelle Gedanke, wenn es auch nur der kleinste ist, lässt viele erschaudern. „Bei sechs Milliarden Menschen, die auf der Erde leben, sollte niemand Sex haben mit jemandem, dessen DNA die selbige ist,“ so ein User des JustUsBoys-Forums. „Jeder Junge/Mann, der mit seinem Bruder intim wird, zeigt einen Mangel an sexueller Diskretion und persönlichen Grenzen“, fährt er fort.

Die Junx der anderen Seite finden ihre Brüder geil und hatten auch schon einmal den einen oder anderen Gedanken DARAN verschwendet, sich aber nicht getraut, oder es einfach nicht getan, da ihre Prinzipien dagegen sprechen. Sie mögen aber auch anders reagieren. Etwa wie ein weiterer Benutzer aus oben genanntem Forum: „Ich verstehe nicht, warum es falsch sein soll, wenn Brüder es miteinander tun, solang es das ist, was beide wollen. Klar verhindern gesellschaftliche Tabus den bloßen Gedanken daran, aber jene Tabus waren es auch, die uns zu Heten machen wollten, als wir jünger waren. Scheiß drauf! Wenn mein Bruder ne geile Sau wäre und er mit mir rummachen würde – Arschlecken. Dann würd ich’s tun … er immerhin auch!“

Den Gedanken einer Bruder-Bruder-Beziehung schlagen alle aus und bezeichnen es als eingeladenes Desaster. Sex ist vorübergehend. Familie solange bist du tot bist. Eine zerbrochene Beziehung würde jede Weihnachtsgans zu Nichte machen. Natürlich sollte man jenes Szenario der B³ nicht all zu ernst nehmen.

Hingegen ist der Gedanke, Brüdern beim Sex zuzuschauen bei vielen ein ganz anderer. Brüder, die nackt posieren, regen die Fantasy an. Vielleicht ist es auch nicht einmal der Gedanke, dass beide zusammen Sex haben, sondern einfach nur der Anblick zweier schöner Körper, die so gleich sind, das die Ästhetik mehr zählt als jeder Sex.

Was reizt uns aber so sehr daran? Die Ästhetik allein macht es nicht her, dass Pin-up-Twins wie die Carlsons, Resnicks, Brewers, Halls oder wie auch immer sie heißen mögen, eine so positive Resonanz in den (schwulen) Medien erhalten. Sicherlich ist aber die Ästhetik der Auslöser für die heißen Phantasien. Denn wie oben beschrieben geht es doch irgendwie immer um den Sex. Und der fängt beim Küssen an… und hört beim animalischen Gerammel auf. Somit ist dieses vergängliche Erlebnis ein Kick. Es ist ein Tabu und es ist, was so viele wollen. Hätte Brad Pitt einen Bruder, der genau wie er aussehen würde – es wurde beide wesentlich attraktiver machen.

Wenn man aber einmal von dem Sex ab sieht, so erblickt man auf jedem Bild etwas Urtypisches. Aufnahmen, die Zwillinge in intimen Momenten festhalten (das heißt auch, wenn sie lediglich nackt sind), zeigen uns doch eins: Ihre gegenseitige Neigung und die tiefe brüderliche Bindung. Jung, unschuldig, knackig … beide kennen sich besser, als jeder andere es nur kann. Für den Außenstehenden sind es zwei gleiche Personen. Zwei Personen, die gegenseitig nichts zu verbergen haben. Die Homoerotik, die dadurch entsteht, beruht nicht auf sexuellem Verlangen, sondern in der tiefen Bruderliebe und dem Verständnis, die es nur zwischen Zwillingen geben kann.

Bruderliebe hin oder her. Was auch immer es ist, das Zwillinge so attraktiv macht – es ist da! Es ist in unseren Köpfen und keiner kann es erklären. Und es ist und bleibt eine Lieblingsphantasie der Schwulen.

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helix - 2. Mai, 09:00
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
anonym (anonym) - 10. Jul, 10:51
die kenn ich doch
Die beiden Jungs ganz oben kenn ich doch. Die trainieren bei mir im Fitness-Studio. Das ja geil...
Andrew (anonym) - 15. Jul, 23:38
Mei mei mei die twins auf dem 4. photo von oben sind vielleicht heiß... WOW!

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