Hat Sex einen Wert?

Sex macht glücklicher als eine Gehaltserhöhung und befriedigt uns mehr als ein Jumboeisbecher. Der Gedanke an Sex begleitet uns überall: In der Werbung, beim Sport, in den Umkleiden, im Bus, im langweiligsten Seminar. Sex ist überall! Doch was ist Sex wert?

Wirtschaftswissenschaftler aus England und den USA haben ausgerechnet, dass Geschlechtsverkehr soviel Wert ist wie jährlich 30.000 Pfund (45.000 Euro) extra auf dem Konto. Das treffe auf homosexuelle Personen ebenso zu wie auf heterosexuelle, erklären David Blanchflower vom Dartmouth College im US-Bundesstaat New Hampshire und Andrew Oswald von der Uni Warwick in der britischen Grafschaft Coventry.

"Mit einer komplizierten mathematischen Formel haben wir den Geldwert ausgerechnet, wie viel dem Einzelnen eine glückliche Beziehung wert ist", erklärt Blanchflower gegenüber der Londoner "Sunday Times". Das Liebesleben sei eine große Quelle des Glücks, so der Forscher.

Die Studie liefert keine Erkenntnisse über die sexuelle Aktivität der Menschen basiert aber auf die General Social Surveys. Die Hauptidee liegt in einer Funktion verschlüsselt:
r = h(u(y, s, z, t)) + e (1).
R ist eine Zahl auf einer festgelegten Glücklichkeitsskala; u (…) beschreibt das wahre allgemeine Wohlbefinden der Person; h (.) beschreibt dagegen das von der Person empfundene Wohlbefinden; y ist das Einkommen; s ist die sexuelle Aktivität; z ist eine Menge von demographischer und persönlicher Charakteristiken, t ist die Zeitperiode, auf die sich die Daten beziehen; und e ist die Irrtumsrate.
Wie man sich das mit viel mathematischem Wissen leicht denken kann, erhöht sich h solange u zunimmt. Es ist dabei anzunehmen, dass die Funktion u(…) nur am Individuum selbst wahrnehmbar ist. Die Struktur der Formel ist nur vom Individuum selbst erklärbar und wahrnehmbar. Die Fehlerrate e stellt nun die menschliche Unfähigkeit dar, das eigene Glück akkurat festzustellen und auszudrücken. (Auf einer Glücklichkeitsskala mag die 2 der Person A eine 3 oder 4 für Person B sein.) Alles ein bisschen doll theoretisch, kann man laut den Forschern aber eine Menge davon ableiten.

Mit seinem britischen Kollegen fand er auch heraus, dass mehr Geld dem Besitzer nicht mehr Liebe beschert. Reiche hätten daher nicht mehr oder weniger Sex als Arme. Die klügsten Köpfe mit Uni-Abschluss leideten demnach sogar daran, weniger oft Spaß im Bett zu haben als die Nicht-Studierten. Den Hauptteil ihrer Ergebnisse veröffentlichten die beiden Wirtschaftswissenschaftler unter dem Titel "Geld, Sex und Glück".

Am glücklichsten seien Leute demnach in einer monogamen Beziehung, in der es mehrmals wöchentlich zur Sache geht. Besonders unglücklich seien hingegen Männer, die für Sex bezahlten – und Menschen ohne Geschlechtsverkehr, in den USA immerhin 22 Prozent der Bevölkerung.

Schwule hätten nach der Studie nicht mehr Sex als Heterosexuelle – lediglich mehr Partner. Von den US-Männern, die im letzten Jahr mit einem Mann in die Kiste gestiegen sind, hatten je ein Drittel weniger als ein mal pro Monat Sex, ein weiteres Drittel trieben es wöchentlich und das letzte Drittel öfter. 51 Prozent hatten dabei nur einen Partner (Heteros: 83 Prozent), 34 Prozent hatten mehr als drei (Heteros: 9 Prozent). Insgesamt hatten laut der Studie 2,6 Prozent der Männer ausschließlich Sex mit Männern; hinzu kommen 0,5 Prozent, die Erfahrungen mit beiderlei Geschlecht haben.

Übrigens: Unabhängig vom Sex sei das unglücklichste Alter für Männer mit 41 Jahren datiert. (Anm. des Authors: Bei Schwulen tritt dieser Punkt i.d.R. früher ein ;D )
Die gesamte Auswertung der Studie:
MONEY, SEX AND HAPPINESS: AN EMPIRICAL STUDY
helix - 7. Okt, 09:05
5 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Stefan (anonym) - 7. Okt, 11:17
Jetzt...
... kann ich meinem Freund endlich ganz genau sagen, was er mir Wert ist. In Euro und Cent!
GDmaster (anonym) - 9. Okt, 15:33
Nicht alles Gold was glänzt
verwechselt nicht Glück mit Hedonismus. ;)
GDmaster - 9. Okt, 21:14
ps. danke fürs adden - hab dich auch gelistet
Stefan (anonym) - 16. Okt, 22:33
Mein Freund...
...fand die Rechnung, die ich ihm aufmachte, dann auch nicht wirklich witzig. So oder so, ich hatte mich wohl verrechnet... ;)
helix - 16. Okt, 23:32
Hehe...
.. ;) Ich finds auch n bissl theoretisch. Aber ist imo sehr interessant über was sich Leute so den Kopf zerbrechen :P

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